Monthly Archives: Dezember 2014

Rheinland-pfälzischer Friedenspreis – Die Verleihung

Annamalt, Edward Naujok, OB Klaus Jensen

Annamalt, Edward Naujok, OB Klaus Jensen

Der Preis des Friedens

(Trier)

 

Eindeutig zu eng erschienen die Räume des Café Momo für das große Thema Frieden. Innerhalb dieser Wände verlieh die Allianz der „Arbeitsgemeinschaft Friedensgruppen in Rheinland-Pfalz“ am Samstagabend des 29. November den rheinland-pfälzischen Friedenspreis 2014: Die Föhrener Künstler Annamalt und Edward Naujok wurden mit diesem undotierten Preis für ihre aufrüttelnden, kritischen Arbeiten und ihr Engagement geehrt. Eine Seltenheit stellt es dar, dass die Bildende Kunst derart honoriert wird.

Seit mehr als zwölf Jahren schon beschäftigen sich Annamalt und Edward Naujok gemeinschaftlich auf kreative Weise mit der brisanten Materie rund um gesellschaftliche Missstände, Krieg, Freiheit und Frieden. Eine fortwährende sinnvolle Sisyphusaufgabe, die immenses Durchhaltevermögen und viel Herzblut erfordert. Nur ein Preis des Friedens. Seien es Installationen, Malereien, Texte oder Projekte – das Künstlerduo stellt unter anderem die Rationalität von Gewalt in jeglicher Form sichtbar in Frage und regt Denkprozesse an.

Bereicherung für die Region

Hermann Anell von der Arbeitsgemeinschaft Frieden Trier begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste zu diesem bedeutsamen Abend. Er sieht die beiden mit dem Friedenspreis ausgezeichneten Künstler als „eine Bereicherung für die Region.“ Dr. Gernot Lennert, Landesgeschäftsführer der DFG-VK (Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen) Hessen und Rheinland-Pfalz, findet in den heutigen globalen Krisenzeiten „auch die aufklärende Kunst wichtig.“ Er wies unter anderem auf die verheerenden Gefahren hin, die vom Ukraine-Konflikt ausgehen und eskalieren können. „Umso bedeutender ist die Friedensarbeit“, sagte Lennert.

Das unmögliche Familienfest

Das unmögliche Familienfest

Zeitlose Arbeiten 

„Die Friedensarbeit ist leider zeitlos“, merkte Oberbürgermeister Klaus Jensen in seiner Laudatio an, „Konflikte entwickeln zu oft eine Eigendynamik.“ Um auf die drastischen und aktuellen Folgen hinzuweisen, leistet die Kunst einen wertvollen Beitrag. Es sind nicht nur die kritischen Bilder von Annamalt mit dem dazu ergänzend konkretisierenden Text von Edward Naujok. „Ich erinnere mich an die gut besuchte Mitmach-Performance ´Willkommen Fremder – Vision Europa´ des Künstlerpaars auf dem Viehmarkt“, sagte Jensen, „ mit meiner Frau schritt ich durch die symbolische Tür Europas und wir befestigten ebenso einen Schlüssel als Willkommensgruß am figurativen ´Haus Europa´.“ Ein bewegendes Sinnbild, das zum Nachdenken anregt. Besonders in der Flüchtlings- und Einwanderungspolitik.

Kinder fragen Kinderfragen

Gleichermaßen bei Tina Gewehr von der DFG-VK Mainz hinterließen die respektablen Werke und Aktionen der Künstlergemeinschaft einen besonderen Eindruck. Einen derart überwältigenden, dass sie die beiden für den Preis nominierte. Gewehr dachte auch an die Antikriegsinstallation „Freiheit versprochen“. Kriegsopfer wurden als Gipsfiguren aufgebahrt inmitten der Verzweiflung des kriegerischen Scherbenhaufens. Die Ausstellung besuchten sogar Kinder, teilweise mit ihren Eltern oder der Schulklasse. Neugierige Fragen, klärende Antworten von Annamalt und Naujok. „Gerade die Friedensbildung bei Kindern ist wichtig. Kinder können gut mit solchen bildhaften Aufreihungen umgehen“, sagte Gewehr. Mit einem anerkennenden Lächeln überreichte sie feierlich die Friedenspreis-Urkunde. Als Trierer Musiker schmückte Ben Beat mit treffend ausgewählten Liedern den festlichen Abend aus. Es ist nicht die Zeit, die den Frieden bringt, es sind die Menschen.

Ben Beat (Herr Kellner)

Ben Beat (Herr Kellner)

Mut verbirgt sich in Ermutigung

„Auf die Frage meines Lehrers nach dem späteren Berufswunsch, erwiderte ich als kleiner Junge: Friedensnobelpreisträger“, besann sich Edward Naujok schmunzelnd zurück. „Heute weiß ich, dass dahinter enorm viel Arbeit steckt, die man alleine gar nicht bewältigen könnte“, dankte der Künstler allen Mithelfern. Annamalt sprach auch ihre Freude über das bisher Erreichte aus und blickt zuversichtlich in die Zukunft. „Der Friedenspreis gibt Mut, nicht nachzulassen und den Blick auf die Menschen und die Konflikte in der Welt zu lenken“, betonte Annamalt, „vielleicht ermutigt und motiviert es ja weitere Künstler, sich mit den kritischen Themen auseinanderzusetzen.“ Wie schon Mahatma Gandhi wusste: „Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“

Details über die Friedenspreisträger und ihr Schaffen unter www.annamalt-edwardnaujok.com und www.annamalt.net[RP]

 

Fotos: BK

Die Schatzkammer öffnet ihre Tore

Der Genius der Historie lebt

(Trier)

 

Eine unbeschreiblich gespannte Neugier atmosphärischer Dichte lag am Freitagabend (14. November) in der Luft des großen Lesesaals der Trierer Stadtbibliothek in der Weberbach. Nach dem feierlichen Eröffnungsakt mit informativen und wertschätzenden Reden, war es soweit: Die nun erweiterte, modernisierte Schatzkammer entriegelt in neuem Glanz ihre Tore für die Öffentlichkeit. Hinter diesen Pforten lebt der Genius der Historie in wohlbehüteten bibliophilen Handschriften, Inkunabeln und weiteren Kostbarkeiten aus dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit. 50 der insgesamt 100 Heiligtümer werden gebührend präsentiert. Herausragend sind unter anderem die „Coronelli-Globen“, die „Trierer Gutenberg-Bibel“, der „Codex Egberti“, die „Trierer Apokalypse“ und das „Ada-Evangeliar“. Letztere drei zählen zum Weltdokumentenerbe der UNESCO.

Pulsierende Gefühle aus Forschungsdrang, Faszination und höchstem Respekt stellen sich beim Betreten der Schatzkammer ein. Unterhaltungen im Flüsterton bei geheimnisvoll schummrigem Licht. Allein die Vorstellung, dass Mönche und Gelehrte möglicherweise mit Federkiel bei Kerzenschein über das Pergament gebeugt saßen, diese erlesenen Handschriften verfassten und kunstvoll gestalteten, flößt eine gewisse Ehrfurcht ein. Das weiß auch Prof. Dr. Michael Embach, Leiter der Stadtbibliothek und des Stadtarchivs.

Würdiges Forum für jedermann erschaffen

Nach ungefähr zwei Jahren Bauzeit entstand mit der neuen klimatisierten Schatzkammer eine ehrwürdige nicht nur bibliophile Begegnungsstätte, „als ein Spiegelbild der Kunst und Kultur der Trierer Großregion, weit über deren Grenzen hinaus“, begrüßt Oberbürgermeister Klaus Jensen die geladenen Gäste. Die Schatzkammer ist weitaus mehr als eine übergroße bedeutende Schmuckschatulle. „Den interessierten Besuchern dieser Ausstellung fällt es bestimmt schwer, wieder nach Hause zu gehen“, ergänzt Jensen. Auch Dr. Josef Peter Mertes (Vereinsvorsitzender der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Stadtbibliothek Trier) empfindet die Neueröffnung als einen Festtag und merkt voller Begeisterung an, dass „die Menschen woanders Schlange stehen, um diese einzigartigen historischen Schätze zu sehen.“ Ohne die Unterstützung der zahlreichen ehrenamtlichen Helfer sei eine derartige Umsetzung nicht möglich gewesen.

Ein Seminar- und Schulungsraum, Angebote für Kinder und moderne Medientechnik bieten vielfältige Möglichkeiten zur kleinen Zeitreise in die Vergangenheit. Rund 600.000 Euro betrugen die Gesamtkosten, finanziert aus EU-Mitteln. Die finalen Sanierungsarbeiten der Stadtbibliothek laufen noch bis in den Herbst des kommenden Jahres. Für diese werden 1,2 Millionen Euro benötigt, die zur Hälfte von der Stadt und zur anderen Hälfte aus dem Investitionsstock des Landes Rheinland-Pfalz beglichen werden. „Mit dem Verkauf der wertvollen Exponate, wäre der komplette Trierer Haushaltsausgleich geschafft“, scherzt Jensen kurz, „doch nicht zu ersetzen ist der emotionale Wert.“

Nachhaltig, sicher, mondial

Es lag wohl auch an der Säkularisation, dass der Stadtbibliothek die Kostbarkeiten übermittelt wurden und ein wenig am Glück, dass der Bestand bisher von Kriegen und anderen Katastrophen weitestgehend verschont blieb. Um den Wert dieses kulturellen Erbes für die Nachwelt zu erhalten, forscht ebenso Prof. Dr. Claudine Moulin von der Universität Trier mit ihrem Team an der Entschlüsselung und Übersetzung der Texte zur dauerhaften Bereitstellung in öffentlichen digitalen Datenportalen. „Die Schatzkammer öffnet sich“, so Moulin, „doch was nützt es, wenn nichts herausgenommen werden darf.“ Die sinnliche Schönheit und die intellektuelle Gedankenwelt sollen bewahrt bleiben. So sieht Ministerpräsidentin Malu Dreyer auch im rheinland-pfälzischen Landesprogramm „dilibri“ einen sicheren Ort, auf den Interessierte über das Internet jederzeit Zugriff haben.

Reale und digitale Welten in einem Raum

„Wir sind längst in der digitalen Welt angekommen“, sagt Dreyer, „in der Schatzkammer wird die Nutzung neuer Technik mit dem alten Gut verbunden.“ So werden Audio-Führungen per Kopfhörer und Apps für das Smartphone angeboten. Ein imposanter Touchscreen-Tisch zur Erkundung ausgewählter Handschriften befindet sich im angrenzenden Nebenraum. Die enge Zusammenarbeit der Stadtbibliothek mit dem Architekturbüro aus der Nachbarschaft, Weltzel und Hardt, und dem Trierer Unternehmen „audiobits“ war ein wegweisender Erfolg.

Schätze als Prolog der vergangenen Zeit

Michael Embach verzichtet an diesem besonderen Abend auf große Reden und lädt kurzum zu einer kleinen persönlich kommentierten Führung durch die Schatzkammer ein. Seine Augen leuchten. Die bisher untersuchten Schätze erscheinen als ein Prolog der vergangenen Zeiten. Die Forschungsarbeiten und Recherchen sind noch lange nicht abgeschlossen.

Einzelheiten zu den ausgestellten Werken und die Öffnungszeiten der Schatzkammer sind unter www.stadtbibliothek-weberbach.de zu finden. [RP]

 

Fotos: BK

Zehn Jahre Förderung im Sinne der Kultur

 Ein Jahrzehnt kulturelle Förderung

 (Trier)

 

„Kultur beginnt im Herzen jedes Einzelnen“ – ein Zitat des österreichischen Dramatikers Johann Nestroy, das groß von der Fahne der Kulturstiftung Trier prangert. Seit nunmehr zehn Jahren unterstützt die Institution im möglichen finanziellen Rahmen unterschiedlichste kulturelle Projekte der Stadt. Anlass genug, um die Zustifter, Beteiligten und Interessierten am Mittwoch, 8. Oktober, zu einem abendfüllenden Kulturfest ins Theater Trier einzuladen.

Schon im Foyer säumten Staffeleien mit bunten Bildern hiesiger Künstler den Weg; vorbei an den jährlich neu kreierten „Stifterplatten“ – Auszeichnungen für großzügige Spender mit typischem Trierer Motiv. Weitere erfolgreich geförderte Projekte stellten die Kulturschaffenden eigens im Vorraum des Theaters mithilfe von Plakaten und Illustrationen vor. Unter den rund 40 Ideen wurden neben spannenden Schul- und Kinderprojekten auch Themen aus Tanz, Theater, Literatur, Musik und weiteren Künsten Bedeutung zugemessen.

Vorhang auf …

Beim besonderen Festakt im großen Theatersaal präsentierten sich einige der mannigfaltigen geförderten Sparten im illustren Bühnenprogramm, moderiert von Thomas Vatheuer und am Flügel begleitet von Joachim Mayer-Ullmann. „Wenn Sie tatsächlich nicht wissen, wohin mit Ihrem Geld“, scherzt OB Klaus Jensen kurz, „ist es in die Kulturstiftung gut investiert. Wenn es diese noch nicht gäbe, müsste sie gegründet werden.“ Zum Erhalt des kulturellen Erbe Triers.

… und Bühne frei

Im Auftakt des Abendprogramms begeisterten die Trierer Sängerknaben. Die Ausonius Grundschule ging mit ihrer Zeitmaschine auf Reisen und landete in unbekannten Gefilden. Benedict Tegemann fand im Poetry Slam heraus, dass der „iRonman“ kein moderner Walkman von Apple ist und faltete dabei seine Hände zur „Merkelraute“. Nachdenklich wurde es bei einem kleinen Vorgeschmack der Theatergruppe Grafiti – die Rätsel der Welt in Eigeninterpretation dargestellt nach Strindbergs Traumspiel. Nachdem die Musical School Trier mit Liedern aus Fame kräftig einheizte, wurde es ruhiger. Opernsängerin Lisa Wittig faszinierte mit ihrer voluminösen Stimme ohne Mikrofon und verursachte Gänsehaut bei den Zuhörern. Nahezu hypnotisch in den Bann zog Hannah Ma das Publikum mit ihrem hingebungsvollem Tanz in Begleitung melancholischer Celloklänge und atmosphärischer Projektionen. Zum Abschluss gab der Trierer Konzertchor ein sinfonisches Klangbild aus Schmitts Oratorium „Le Sinai“.

Harry Thiele, Vorsitzender der Kulturstiftung Trier, zeigte sich wahrlich zufrieden mit der Veranstaltung und dankte abermals für die wertvolle Unterstützung der Projekte, sei es in Form von Spenden, Erträgen oder ehrenamtlichen Tätigkeiten. „Vielleicht können wir in fünf Jahren schon das nächste Jubiläum gemeinsam feiern“, sagt Thiele. Das Foyer bot noch ausreichend Gelegenheit, mit einem Gläschen Zuversicht anzustoßen. [RP]

Kinoprogrammpreis 2014 für anspruchsvolles Programm

Filmreife Preisverleihung

(Trier)

 

Der rote Teppich war bereits ausgerollt und führte die geladenen Gäste in das Broadway Filmtheater in der Paulinstraße. Der Donnerstagabend des 2. Oktober soll für 17 rheinland-pfälzische Programmkinos ein ganz besonderer sein. Sie erhalten den auf insgesamt 67.500 Euro dotierten Kinoprogrammpreis in drei Kategorien: allgemeines Filmprogramm, Kinder- und Jugendfilm und Kurzfilm. Das Land Rheinland-Pfalz zeichnete zum 23. Mal ambitionierte Kinos für ihr anspruchsvolles Programm aus.

Glamourös mutete auch der Wein- und Sektempfang im mondän dekorierten Foyer an. Sternekoch Harald Rüssel zauberte feine Köstlichkeiten für edle Gaumenerlebnisse. Leise Lounge-Musik und indirektes Licht ließen eine angenehme Stimmung entstehen. Nachdem ein gedämpfter Gong ertönte, nahmen die Gäste Platz in einem der frischrenovierten Kinosäle.

Kurze Reden mit tiefem Sinn

„Selbst nach 20 Jahren haben ich und das gesamte Team noch Spaß beim Betreiben des Broadway Filmtheaters in Trier“, merkte Gastgeber Dirk Ziesenhenne in seiner Begrüßungsrede an. Den mit informativen Reden und unterhaltsamen Kurzfilmen gestalteten Abend moderierte Schauspielerin Barbara Ullmann, die unter anderem auch die lokalbezogenen Arbeiten des Kinos lobte. Überreicht wurden die Preise unter besonderer Anerkennung von Kulturstaatssekretär Walter Schumacher, „So etwas brauchen wir hier. Niveauvolle Filme tragen maßgeblich zur Lebens- und Erlebnisqualität im Land bei.“

Auch die Schauspielerin Katharina Hauter ließ es sich nicht nehmen, die Bedeutung der Programmkinos zu honorieren. „Isch bin en Pälzer Mädsche und liebe die Menschen und deren Geschichten. Das hatte auch entscheidend zu meiner Berufswahl beigetragen“, sagte Hauter. Besonders stilvolle Geschichten, wie sie in Programmkinos fernab des Mainstreams erzählt werden.

Anhand einer wissenschaftlichen Studie versuchte Prof. Dr. Waldemar Vogelgesang von der Universität Trier die Besuchertypologie zu erklären. Er kam zu dem Fazit, „Es sind nicht nur die Rentner, die solche wertvollen Lichtspielhäuser besuchen.“

Zudem dankte Michael Weyand von der Medienabteilung des Bistums Trier dem Broadway Filmtheater für die jahrelange gute Kooperation. „Wir sind im Bistum meist von Texten geprägt. Hier haben wir eine Schnittstelle für Kirche und Film gefunden.“

Ausgezeichnete Gewinner

Den Hauptpreis erhielt das Pro-Winzkino in Simmern. Auch das Trierer Broadway Filmtheater ging nicht leer aus. Des Weiteren erfreuten sich über die Auszeichnungen das Ciné Mayence Stadtkino aus Mainz, das Union Studio für Filmkunst aus Kaiserslautern, die Eifel-Film-Bühne aus Hillesheim, das Wied-Scala-Programmkino aus Neitersen, das Provinz Programmkino aus Enkenbach-Alsenborn, das Kreml Kultur-Haus aus Zollhaus, das Cinexx aus Hachenburg, das Capitol aus Mainz, das Palatin ebenso aus Mainz, das Atelier-Filmkunstkino im Odeon aus Koblenz, die Filmtheaterbetriebe Weiler aus Neuwied wie auch die Filmtheaterbetriebe Corso aus Mayen, das Apollo-Kino aus Cochem, das KiKuBi-Programmkino aus Bingen und das Cine 5 aus Asbach.

Einen angemessenen Ausklang fand die Veranstaltung bei Fachgesprächen und professionellem Fotoshooting im Foyer. Der rote Teppich blieb noch ausgerollt. [RP]

Den Kulturstiftern zum Dank: Trierer Dom in Bronze

SONY DSC

Kulturstifter sind und wurden ausgezeichnet

(Trier)

 

Sie spiegeln Teile der Trierer Stadtgeschichte wider, bestehen aus einem Bronzerelief und wiegen über zwei Kilogramm: die Stiftungsplatten der Kulturstiftung Trier. Schwerwiegend und bedeutsam sind auch die Anlässe zum Erhalt einer ebensolchen Auszeichnung. So verlieh der Vorsitzende Harry Thiele auch am Mittwochnachmittag, 19. November, wieder diese Würdigungen zur Anerkennung an engagierte Zustifter und Spender. Die Räume der Sparkasse boten mit dem Panoramaausblick auf Trierer Sehenswürdigkeiten die passende Kulisse.

„Wir sind eine Bürgerstiftung und keine Institution der Stadt Trier“, betonte Thiele explizit, um Missverständnisse aus dem Weg zu räumen. „Die Gelder aus Spenden und dem Verkauf der Kulturaktie können wir sofort verwenden“, so Thiele weiter. Diese fließen in die Förderung unterschiedlichster Kunst- und Kulturprojekte der Stadt Trier. Zur Steigerung der Lebensqualität und des Freizeitwertes.

Engagierte Stifter

Feierlich überreicht wurden die Stiftungsplatten der Edition 2014 (Motiv: Trierer Dom mit Heiligem Rock) an Christoph Wagner in Stellvertretung für Dr. Stefan Ahrling von der gbt Wohnungsbau und Treuhand AG, an Andrea Weber nebst Ehegatten von der Direktion des Hotels Deutscher Hof, an Remigius Kühnen, den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Trier und an Siegfried Pudritz, einen KulturEngel der Kulturstiftung Trier. Weitere Bronzetafeln erhielten bereits im Vorfeld die Viezbruderschaft Trier, Unternehmen und Trierer, die anonym im Hintergrund bleiben möchten, und die TW Wochenspiegel GmbH & Co. KG. „Insgesamt kamen 23.000 Euro zur Unterstützung zusammen“, dankte Hiltrud Zock als ein KulturEngel der Öffentlichkeitsarbeit, „einige Förderer spendeten zudem mehr als 2.500 Euro.“ Dieser großzügige Betrag stellt die Voraussetzung zum Empfang einer Stiftungsplatte dar.

Auf der richtigen Seite

In Zusammenarbeit mit Siegfried Pudritz SONY DSCentwirft der Bildhauer Christoph Anders in jedem Jahr diese Bronzetafeln mit Trierer Motiven. Er präsentierte den Gästen das Negativ – einen weißen Sandguss zur fortführenden Produktformung in der Kunstgießerei Plein in Speicher. „Es gibt immer eine positive und eine negative Sichtweise der Dinge, die Kehrseite der Medaille sozusagen. Bei der Kulturstiftung kommt jedenfalls die positive letztendlich heraus“, stellte Anders voller Begeisterung fest.

Eine dritte Seite mit Informationen ist im Netz zu finden unter www.kulturstiftung-trier.de. [RP]