Kinoprogrammpreis 2014 für anspruchsvolles Programm

Filmreife Preisverleihung

(Trier)

 

Der rote Teppich war bereits ausgerollt und führte die geladenen Gäste in das Broadway Filmtheater in der Paulinstraße. Der Donnerstagabend des 2. Oktober soll für 17 rheinland-pfälzische Programmkinos ein ganz besonderer sein. Sie erhalten den auf insgesamt 67.500 Euro dotierten Kinoprogrammpreis in drei Kategorien: allgemeines Filmprogramm, Kinder- und Jugendfilm und Kurzfilm. Das Land Rheinland-Pfalz zeichnete zum 23. Mal ambitionierte Kinos für ihr anspruchsvolles Programm aus.

Glamourös mutete auch der Wein- und Sektempfang im mondän dekorierten Foyer an. Sternekoch Harald Rüssel zauberte feine Köstlichkeiten für edle Gaumenerlebnisse. Leise Lounge-Musik und indirektes Licht ließen eine angenehme Stimmung entstehen. Nachdem ein gedämpfter Gong ertönte, nahmen die Gäste Platz in einem der frischrenovierten Kinosäle.

Kurze Reden mit tiefem Sinn

„Selbst nach 20 Jahren haben ich und das gesamte Team noch Spaß beim Betreiben des Broadway Filmtheaters in Trier“, merkte Gastgeber Dirk Ziesenhenne in seiner Begrüßungsrede an. Den mit informativen Reden und unterhaltsamen Kurzfilmen gestalteten Abend moderierte Schauspielerin Barbara Ullmann, die unter anderem auch die lokalbezogenen Arbeiten des Kinos lobte. Überreicht wurden die Preise unter besonderer Anerkennung von Kulturstaatssekretär Walter Schumacher, „So etwas brauchen wir hier. Niveauvolle Filme tragen maßgeblich zur Lebens- und Erlebnisqualität im Land bei.“

Auch die Schauspielerin Katharina Hauter ließ es sich nicht nehmen, die Bedeutung der Programmkinos zu honorieren. „Isch bin en Pälzer Mädsche und liebe die Menschen und deren Geschichten. Das hatte auch entscheidend zu meiner Berufswahl beigetragen“, sagte Hauter. Besonders stilvolle Geschichten, wie sie in Programmkinos fernab des Mainstreams erzählt werden.

Anhand einer wissenschaftlichen Studie versuchte Prof. Dr. Waldemar Vogelgesang von der Universität Trier die Besuchertypologie zu erklären. Er kam zu dem Fazit, „Es sind nicht nur die Rentner, die solche wertvollen Lichtspielhäuser besuchen.“

Zudem dankte Michael Weyand von der Medienabteilung des Bistums Trier dem Broadway Filmtheater für die jahrelange gute Kooperation. „Wir sind im Bistum meist von Texten geprägt. Hier haben wir eine Schnittstelle für Kirche und Film gefunden.“

Ausgezeichnete Gewinner

Den Hauptpreis erhielt das Pro-Winzkino in Simmern. Auch das Trierer Broadway Filmtheater ging nicht leer aus. Des Weiteren erfreuten sich über die Auszeichnungen das Ciné Mayence Stadtkino aus Mainz, das Union Studio für Filmkunst aus Kaiserslautern, die Eifel-Film-Bühne aus Hillesheim, das Wied-Scala-Programmkino aus Neitersen, das Provinz Programmkino aus Enkenbach-Alsenborn, das Kreml Kultur-Haus aus Zollhaus, das Cinexx aus Hachenburg, das Capitol aus Mainz, das Palatin ebenso aus Mainz, das Atelier-Filmkunstkino im Odeon aus Koblenz, die Filmtheaterbetriebe Weiler aus Neuwied wie auch die Filmtheaterbetriebe Corso aus Mayen, das Apollo-Kino aus Cochem, das KiKuBi-Programmkino aus Bingen und das Cine 5 aus Asbach.

Einen angemessenen Ausklang fand die Veranstaltung bei Fachgesprächen und professionellem Fotoshooting im Foyer. Der rote Teppich blieb noch ausgerollt. [RP]

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